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Jahrbuch der DKB STIFTUNG

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PROJEKT Mosaik-Kopie

PROJEKT Mosaik-Kopie nach antikem Vorbild Was verbindet Alexander den Großen mit Schloss & Gut Liebenberg im Löwenberger Land? Es ist ein seltener Kunstschatz in Originalgröße – das fünf mal drei Meter große Mosaik der Alexanderschlacht. Die beeindruckende farbige Nachbildung des antiken Mosaikwandbildes besteht aus 231 bemalten Fliesen und gelangte Ende 1843 aus Italien nach Liebenberg. Sie ist ein Beispiel dafür, wie die Preußen des 19. Jahrhunderts antike Helden und heroische Tugenden verehrten. Bei dem Mosaik handelt es sich um die Kopie eines Fußbodenmosaiks aus Neapel. Archäologen fanden das Original 1831 in der von einem Vulkanausbruch verschütteten Stadt Pompeji. Die Nachbildung zeigt vermutlich die Schlacht bei Issos im Jahre 333 v. Chr. zwischen Alexander dem Großen und dem persischen Großkönig Dareios III. Zu sehen ist eine Schlacht auf ihrem Höhe- und Wendepunkt. Verschiedene Reiter und Kämpfer zu Fuß sowie ein Streitwagen sind in heftige Auseinandersetzungen verwickelt. Viele Menschen und Tiere sind schon schwer verwundet. Von links stürmt Alexander der Große, König der Makedonier, ohne Helm und mit hellem Schlingenpanzer bekleidet, auf seinem Ross Bukephalos heran. Rechts auf dem Streitwagen steht Dareios III. Höchst erschrocken verfolgt er, wie einer seiner Getreuen gerade den Lanzenstoß Alexanders abfängt, der wohl Dareios selbst treffen sollte. Dessen Wagenlenker hat den Streitwagen bereits zur Flucht aus dem Kampfgeschehen gewandt, um dem Ansturm der griechischen Reiterei zu entkommen. Dieser seltene Kunstschatz bedeckte nach seiner Ankunft in Liebenberg wahrscheinlich erstmal den Fußboden im ehemaligen Archivgebäude. Spätestens um 1900 schmückte die Alexanderschlacht die Wand im ehemaligen Waffensaal. In den 1950er Jahren verschwand sie dort und zierte bis 2002 eine Wand im Obergeschoss des Schlosses. Zum Tag des offenen Denkmals am 9. September haben wir den seltenen Kunstschatz erstmals seit Langem wieder ausgestellt. Langfristig wollen wir dieses wertvolle Mosaik dauerhaft sichern, wiederherstellen und öffentlich präsentieren. Dabei unterstützt uns der Museumsverband Brandenburg. Weitere Projektpartner wollen wir noch gewinnen. 30