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Jahrbuch der DKB STIFTUNG

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PROJEKT Für Freiheit

PROJEKT Für Freiheit und Republik! – Eine Ausstellung auf Wanderschaft Das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold, Bund der republikanischen Kriegsteilnehmer e.V. gründet sich 1923 nach schweren politischen Unruhen. Parteiübergreifend wollen seine Mitglieder die Weimarer Republik schützen. Anders als der Wehrverband Stahlhelm oder der Rote Frontkämpferbund engagieren sie sich für die noch junge deutsche Demokratie. Sie wollen eine demokratische und republikanische Staatsgesinnung in der Bevölkerung verankern. Ihr Ziel: die Republik festigen und die Verfassung achten. Die Wanderausstellung „Für Freiheit und Republik! Das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold 1924 bis 1933“ gastierte im Themenherbst für zwei Monate auf Schloss & Gut Liebenberg. Die Geschichte der Massenorganisation Reichsbanner in der Weimarer Republik zeigt, wie sich Kriegsveteranen für die neue demokratische Gesellschaftsordnung einsetzten. Ausdrucksstarke Fotos und Dokumente beleuchten die zahlreichen Aktivitäten des Reichsbanners. „Wir können aus der Erde keinen Himmel machen, aber jeder von uns kann etwas tun, dass sie nicht zur Hölle wird.“ Fritz Bauer • ehemaliger hessischer Generalstaatsanwalt und Mitglied im Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold 28

PROJEKT „Am Frieden krank oder Wege in die Demokratie“ Themenherbst auf Schloss & Gut Liebenberg zum Ende des ersten Weltkrieges vor 100 Jahren Frieden ist ein zerbrechliches Gut – daran wollten wir in unseren Veranstaltungen im Themenherbst erinnern. Am 11. November vor 100 Jahren endete der erste Weltkrieg. Gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern – dem Brandenburg-Preußen Museum in Wustrau, der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, dem Jagdschloss Schorfheide und dem Liebenberger Freundeskreis Libertas – richteten wir vom 9. September bis zum 11. November verschiedene Veranstaltungsformate zur Erinnerung und zur historisch-politischen Bildung aus. Im Mittelpunkt standen dabei immer der Meinungsaustausch über Grundlagen des friedlichen Zusammenlebens und die Stärkung unserer Demokratie. Zum Abschluss des Themenherbstes am Jahrestag selbst diskutierten wir einen Nachmittag lang über den Umgang mit kriegerischen Auseinandersetzungen. Natürlich durften dabei auch die Perspektiven für einen Neuanfang und den Frieden danach nicht fehlen. Mit uns und dem Publikum diskutierten Claudia Krahnert und Dr. Stephan Theilig vom Brandenburg-Preußen Museum, Jessica Posel von der Gedenkstätte Deutscher Widerstand und die Journalistin Julia Vismann. PROJEKT Projekttage im Themenherbst Historische Geschehnisse verstehen und Bezüge zur heutigen Lebenswelt herstellen: Mit Ausstellungen, Workshops und Gesprächen setzten sich Jugendliche mit dem Ende des Ersten Weltkrieges auseinander. Themen wie Identität, Erinnerung und Kriegsversehrtheit, aber auch Aufbruch, Neuanfang und die Gründung neuer demokratischer Staaten in Deutschland und Polen waren dabei allgegenwärtig. Dafür besuchten sie die Ausstellungen „1918 Kriegsende/Koniec Wojney“ im Brandenburg-Preußen Museum in Wustrau und die Ausstellung zum Reichsbanner in Liebenberg. Mit unseren Bildungsformaten machen wir historische Zusammenhänge verständlich und schulen gleichzeitig die Kompetenzen, die junge Menschen brauchen, um sich mit Geschichte auseinanderzusetzen. DKB STIFTUNG JAHRBUCH WIRKUNGSFELD IV 29