Aufrufe
vor 1 Jahr

Jahrbuch der DKB STIFTUNG

  • Text
  • Stiftung
  • Liebenberg
  • Gesellschaft
  • Kinder
  • Wirkungsfeld
  • Menschen
  • Handeln
  • Projekt
  • Bildung
  • Jahrbuch

PROJEKT “Aufbruch“

PROJEKT “Aufbruch“ – Umgang mit starken Gefühlen Warum radikalisieren sich junge Menschen? Was macht sie anfällig für Vorurteile und extremistische, lebensfeindliche Ideologien? Was lässt ihr Herz so sehr erkalten, dass sie bereit sind, anders denkenden und anders fühlenden Menschen mit Gewalt zu begegnen? Das Präventionstheater EUKITEA hat sich mit diesen Fragen beschäftigt. Die Inszenierung “Aufbruch“ feierte Anfang November in Berlin Premiere. Gemeinsam mit dem jungen Publikum tauchen die Schauspieler behutsam und einfühlsam in das Leben von Marco ein und begleiten ihn von der Kindheit bis in seine Jugend. Marco erlebt große Enttäuschungen und Verletzungen. Sein Leben ist geprägt von Wut, Angst, Trauer und Scham. Er fühlt sich einsam und sucht nach Halt, Orientierung, Liebe und Anerkennung. Als Marco eine Gruppe kennenlernt, die sich “DIE RADIKALEN“ nennt, findet er vermeintlich alles, was er sucht… Immer wieder halten die beiden Schauspieler während des Stückes inne und richten Fragen an das junge Publikum. Wie fühlt sich Marco? Wie könnte es weitergehen? Welche alternativen Handlungsmöglichkeiten gibt es? Durch diese Interaktion auf Augenhöhe schaffen die Schauspieler ein Bewusstsein für Konflikte und Probleme. Die Kinder sind nicht mehr nur Zuschauer, sondern auch Mitgestalter. „Aufbruch“ ist ein „Mut- Mach-Stück“, das sich altersgerecht, spielerisch und lebensbejahend an die komplexen Themen Extremismus und Radikalisierung heran wagt. Theater ist ein hochwirksames Medium für die Präventionsarbeit. EUKITEA engagiert sich seit fast 30 Jahren auf ganzheitliche, nachhaltige und innovative Weise für eine zukunftsweisende Theaterarbeit, für globale Verantwortung und interkulturelle Kommunikation. Wir unterstützen die Entstehung der Theaterstücke finanziell und betten sie anschließend in unsere pädagogischen Bildungsprogramme für Kinder und Jugendliche ein. Die Inszenierungen vermitteln alternative Handlungsmöglichkeiten und geben Impulse für ein rücksichtsvolles Miteinander. 18

PROJEKT „Five Little Pieces For Peace“ - Vom Abenteuer des Friedens Zwei Friedensforscher aus dem Universum besuchen wieder einmal die Erde. Sie wollen sehen, welche Fortschritte der Frieden auf der Erde macht. Eine heikle Mission. Als sie das Mädchen Viola treffen, erkennen sie, dass der Frieden auf der Erde trotz aller Widerstände weiter wächst. Im Mittelpunkt des Theaterstücks, das völlig ohne Kulissen und Kostüme auskommt, steht der Frieden. Er kann ein freudiges Leben für jeden Einzelnen und für die Gemeinschaft entfalten. Die Schauspieler Ludwig Drengk und Homa Faghiri schlüpfen während der Aufführung in verschiedene Rollen und bringen die Schüler zum Lachen, Nachdenken und Mitfühlen. Ihr Spiel ist heiter und tief berührend. Es funktioniert allein mit Musik, Bewegung und Sprache. Es macht Mut, sich für den alltäglichen Frieden einzusetzen. Das Präventionstheater EUKITEA bemüht sich um kreative Handlungsansätze zur „Friedensgestaltung im alltäglichen Umfeld”. Es liefert dafür praktische Werkzeuge und Tipps, die die jungen Menschen direkt anwenden können. Die Geschichte trägt diese Werkzeuge und gibt trotz der Tiefe des Themas auch Heiterkeit und Komik ihren Platz. Einen moralischen Zeigefinger gibt es nicht – statt dessen viele Anregungen für eine eigene Haltung zum Frieden. Das Theaterstück „Five Little Piece for Peace“ war Bestandteil einer Verlosung in unserem Themenherbst. Vor 100 Jahren am 11. November endete der erste Weltkrieg. Aktuell beherrschen viele Konflikte das Geschehen in Deutschland und in der Welt. Aus diesem Anlass beschäftigten wir uns im Themenherbst mit kriegerischen Auseinandersetzungen und mit den Voraussetzungen für Frieden und Neuanfang. DKB STIFTUNG JAHRBUCH WIRKUNGSFELD II 19